A Quattro - Italienischer Tastenzauber zu 8 Händen

Wann?: 
Sonntag, 9. Dezember 2007 - 17:00
Wo?: 
Foyer

Ensemble A quattroEnsemble A quattro: Gregor Hollmann, Sevil Mammadova, Tobias Hecker und Nino Saakadze (v.l.)

Wir freuen uns, mit dem “Baunataler Kammerkonzert” im Dezember ein Cembalo-Konzert in einer Besetzung präsentieren zu können, die im internationalen Musikbetrieb nur selten zu hören ist:

Mit einem cembalistischen Großaufgebot, mitreißender Spielfreude und südländischem Charme geht es an diesem Nachmittag auf musikalischen Pfaden durch rund 150 Jahre italienischer Tastenkunst. “A quattro” – mit 8 Händen auf 240 Tasten! – führen die Cembalisten Nino Saakadze, Sevil Mammadova, Tobias Hecker und Gregor Hollmann durch ein ungewöhnliches Programm mit originalen und eigens für dieses Konzert arrangierten Werken von Girolamo Frescobaldi, Domenico Scarlatti, Antonio Vivaldi u.a. Geboten wird italienisches Flair an ein und zwei Cembali in allen denkbaren klanglichen Variationen, von der expressiven frühen Toccata zum Vivaldi-Konzert, von strenger Kontrapunktik zur populären Follia.

Nino Saakadze, Cembalo
Sevil Mammadova, Cembalo
Tobias Hecker, Barockgitarre, Chitarrone, Cembalo
Gregor Hollmann, Cembalo und Moderation

Die Münsterländische Volkszeitung schreibt im letzten Jahr über dieses Programm:

“Nach zwei Stunden ging ein hervorragendes Cembalo-Konzert zu Ende, das vier Solistinnen und Solisten in bewundernswerter Virtuosität präsentierte und in der Vortragsart eines Moderationskonzertes allen Zuhörern Amüsement und Genuss bereitete.”

Nino SaakadzeNino Saakadze

Nino Saakadze wurde in Tbilissi (Georgien) geboren. Nach einer ersten Ausbildung an der Musikfachschule setzte sie ihre Klavierstudium am staatlichen Konservatorium ihrer Heimatstadt fort. Als Musikpädagogin und Korrepetitorin arbeitete sie zunächst an verschiedenen Ausbildungsinstituten sowie der Akademie der Künste in Tbilissi. Während dieser Zeit war Nino Saakadze zudem Mitglied der georgischen New Age Rockgruppe „Soft Eject“.
Ihr Interesse für Alte Musik und historische Tasteninstrumente führte sie nach Deutschland, wo sie im Jahr 2005 ihr Cembalostudium bei Gregor Hollmann an der Musikhochschule Münster mit der künstlerischen Reifeprüfung abschloss.
Sowohl als Solistin wie auch als Continuospielerin in verschiedenen kammermusikalischen Besetzungen hat sich Nino Saakadze mittlerweile einen guten Ruf erworben. Neben Auftritten, wie z.B. in der Konzertreihe mit Alter Musik im Erbdrostenhof Münster wurde sie wiederholt von STRINGent, dem Streichensemble des Sinfonieorchesters der Stadt Münster sowie vom Landesorchester ”Philharmonie Südwestfalen” zur Zusammenarbeit eingeladen.
Nino Saakadze lebt in Münster und arbeitet an der dortigen Musikhochschule als Cembalokorrepetitorin.

Sevil MammadovaSevil Mammadova

Sevil Mammadova, geboren in Turkmenistan, studierte zunächst Klavier und Gesang in Baku (Aserbaidschan). Ihr Klavierstudium beendete sie mit einer Bachelor- (1998) und einer Masterprüfung (2000) – beide Prüfungen mit Auszeichnung. Anschließend arbeitete sie als Korrepetitorin der Streicherabteilung an der Musikakademie Baku und unterrichtete an der dortigen Spezial-Musikschule.
Im Jahr 2001 begann Sevil Mammadova ein Cembalostudium bei Gregor Hollmann an der Musikhochschule Münster, was sie im Oktober 2006 erfolgreich mit Diplom abschloss. Zur Zeit absolviert sie ein künstlerisches Aufbaustudium im Fach Klavier bei Prof. Gregor Weichert.
Sevil Mammadova besuchte mehrere Meisterkurse, unter anderem bei Mstislav Rastropovitsch (Kammermusik), Bella Davidovitsch, Constanze Eickhorst, Helmut Weinrebe (Klavier), Volker Möller (Kammermusik) und 2006 einen Meisterkurs unter der Leitung von Christian Rieger (Cembalo). Sie beteiligte sich erfolgreich an verschiedenen nationalen und internationalen Wettbewerben wie dem Schostakowitsch-Wettbewerb (Hannover), Bül-Bül-Wettbewerb (Baku), bei dem sie einen 1.Preis gewann, und dem Schubert-Wettbewerb (Dortmund 2007).
Bei Konzerten u.a. mit dem Städtischen Symphonieorchester Baku oder dem Freiburger Barockorchester stellte die Künstlerin ihr Können unter Beweis. Sie konzertierte als Solistin und Kammermusikerin bereits in mehreren Ländern und in unterschiedlichen Besetzungen. So spielte sie beispielsweise beim Klavier-Festival Ruhr 2005 und den Lenneper Cembalotagen 2006.

Tobias HeckerTobias Hecker

Tobias Hecker wurde 1978 in Chemnitz (Sachsen) geboren. Nach seiner Ausbildung an der städtischen Musikschule Chemnitz, studierte er bis 2003 Konzertgitarre bei Michael Tröster und Wolfgang Lendle an der Musikakademie Kassel. In dieser Zeit bildete er sich auf Gitarrenkursen u.a. bei David Gallagher, Johannes Tonio Kreusch und Thomas Müller-Pering weiter.
Mit der Gitarre nahm er erfolgreich an verschiedenen Wettbewerben solistisch und als Begleiter teil, u.a. bei “Jugend musiziert” und dem Roland-Zimmer-Wettbewerb (1998 – 3.Preis). Im März 2000 kam er beim 1. Internationalen Gitarrenwettbewerb in Esslingen in die Endrunde und erhielt zweimal einen Förderpreis der Loge-Peredur-Stiftung in Kassel.
Seit 2003 studiert Tobias Hecker Cembalo bei Gregor Hollmann an der Musikakademie Kassel. Damit legt er seinen musikalischen Schwerpunkt in den Bereich der “Alten Musik”. Neben dem Cembalostudium beschäftigt er sich mit dem Lautenspiel.
Tobias Hecker ist hauptsächlich kammermusikalisch aktiv. Er musiziert in verschiedenen Duobesetzungen z.B. mit Zither, Mandoline oder Querflöte. Seit 2003 arbeitet er regelmäßig mit dem in Halle lebenden Tenor Reinaldo Dopp zusammen. Häufiger Gast ist er in verschiedenen Orchestern, um den Continuopart als Lautenist, Organist oder Cembalist auszufüllen.
Tobias Hecker ist Lehrer für Gitarre und Cembalo an den Musikschulen Korbach und Baunatal.

Gregor HollmannGregor HollmannDie Beschäftigung mit der deutschen Claviermusik des 17. und 18. Jahrhunderts zieht sich wie ein roter Faden durch die künstlerische Arbeit des Cembalisten Gregor Hollmann. Sein Interesse galt zunächst der Musik im Umfeld Johann Sebastian Bachs, insbesondere Kompositionen der Vorbilder und Schüler. Einspielungen zu dieser Thematik wurden mehrfach mit dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet. Die Aufnahme sämtlicher Solokonzerte J.S. Bachs gemeinsam mit dem Ensemble Musica Alta Ripa erhielt im Januar 1998 einen der international begehrtesten Schallplattenpreise, den „Cannes Classical Award“.
Wiederholt war Gregor Hollmann Gast bei den Bamberger Symphonikern und Rebel New York, darüber hinaus erhielt er Einladungen zu den internationalen Bach-Festivals in Philadelphia, Leipzig, der Bachwoche Ansbach und zu den Berliner Philharmonikern unter Claudio Abbado.
Im Jahr 2003 gründete er mit den Geigern Maren Ries und Volker Möller sowie der Cellistin Ariane Spiegel das Ensemble NeoBarock, das sich binnen kürzester Zeit auf dem Musikmarkt bestens platziert hat. In diesem Jahr gastiert das Ensemble neben Konzerten in Deutschland auch in Spanien, Tschechien und in Portugal. Mitgeschnitten wurden Konzerte vom WDR, SWR, dem Bayerischen Rundfunk. sowie Radio Nacional de Espagña.
Im Auftrag des Verbandes deutscher Musikschulen konzipierte Gregor Hollmann den Lehrplan Cembalo und entwickelte für den deutschen Musikrat den Sonderwettbewerb Jugend Musiziert „Alte Musik“.
Als Dozent für Cembalo, Generalbass und Kammermusik unterrichtet Gregor Hollmann an der Musikakademie der Stadt Kassel.

Dieses außergewöhnliche Konzert mit vier erstklassischen Musikern sollte sich niemand entgehen lassen. Eintrittskarten gibt es an der Abendkasse (Ermäßigung für Schüler, Studenten und Familien). Vorbestellungen sind im Büro der Musikschule Bauntal e.V. möglich (Mo.-Fr.: 11:30-15:00 Uhr, Tel.: 0561/497749).